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Umweltmedizinische Diagnostik
Häufig werden sogenannte unspezifische Beschwerden nicht als Folge von Umwelteinflüssen erkannt. Die Umweltmedizin als relativ junges spezielles Gebiet innerhalb der Medizin kann dazu beitragen, die Ursachen der unklaren Beschwerden auf-zudecken.
Die Umweltmedizin bedient sich dabei mehrerer Untersuchungs-module, den Ursachen der jeweiligen Beschwerden auf die Spur zu kommen
Zur Klärung umwelt(mit)bedingter Erkrankungen ist in jedem Fall eine ausführliche Anamnese - umweltmedizinische Befragung, zum Teil mit standardisierten Fragebogen - unerlässlich.
Zusätzlich werden im Bedarfsfall beim betroffenen Patienten Blut- oder Urinuntersuchungen - toxikologische Unter-suchungen, sog. Biomonitoring - durchgeführt, um eventuelle Belastungen des Körpers direkt oder indirekt nachzuweisen.
Der Umweltmediziner führt manchmal eine Ortsbegehung durch, um mögliche Auslöser der Erkrankung zu identifizieren. Die dabei vorgenommenen Proben werden anschließend in einem speziellen Labor auf Schadstoffe - Schadstoff-Analyse - untersucht.
Allgemeinsymptome, wie Schwindel, Kopfschmerzen, Schlaf-störungen, Müdigkeit, Leistungsminderung, Infektanfälligkeit u.v.a. bedürfen selbstverständlich der fachärztlichen Abklärung. Möglicherweise ist aber auch eine chronische Belastung am Arbeitsplatz oder im häuslichen Bereich dafür verantwortlich.
Die Bewertung der so vom Patienten und seinem Umfeld gewonnen Daten fließen in eine umfassende umweltmedizinische Bewertung ein. Auf der Grundlage dieser Analyse einschließlich der gewonnenen Laborergebnisse werden dann entsprechende Therapieempfehlungen erstellt.
Diesem zeitaufwendigen Aspekt der Ursachenforschung von v.a. chronischen Erkrankungen wird innerhalb unseres Medizinsystems derzeit leider noch viel zu wenig Beachtung geschenkt.
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